© 2012 by Peter Joseph, SAMMLER-SERVICE

26. April 2012

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ATLAS-FORUM WIRD GESCHLOSSEN!

Herber Verlust für US-Modellbahner weltweit! Eines der bekanntesten Modellbahn-Foren, das seit 15 Jahren von ATLAS betreut wird und in Modellbahn-Kreisen geschätzt ist, wird ab 1. Mai 2012 aus dem Netz genommen. Lediglich das Archiv mit alten Beiträgen bleibt noch geöffnet.

Hier der Wortlaut einer Erklärung von ATLAS:

Atlas Model Railroad Co. Inc. announced today that it will discontinue its model railroad forums, www.atlasrr.com/forums, effective Tuesday, May 1st. In making the announcement Atlas CEO, Tom Haedrich explained the decision behind the shut down as

“a result of the ever-increasing amount of time and other valuable resources expended to monitor and administer the forums. Besides the monthly costs of bandwidth, software and service providers, Atlas dedicates a significant amount of precious R&D staff time responding both on and offline to forum based issues and problems. It’s time that Atlas reestablished these limited resources, in particular valued R&D employee time, toward increased efforts at developing new and innovative model railroad products ”, Haedrich said.

Atlas began its forum pages approximately 15 years ago. The archive section of the forums will remain available to users for the near future. Atlas will remain active on social media sites including: Facebook, Twitter and YouTube.

Atlas Moderator

UNSERE MEINUNG: Wie in viele deutschen Foren hat sich auch in manche US-Foren die Unsitte eingeschlichen, dass einige angeblich Erwachsene sich wie rechthaberische Kleinkinder aufführen und andere Forumsmitglieder oder Hersteller beleidigen. Echte Modellbahn-Themen treten zurück hinter Rechthaberei um jeden Preis. Forumsbetreiber und Moderatoren brauchen immer mehr Zeit, um die Wogen zu glätten, gerichtliche Auseinandersetzungen zu vermeiden und die Modellbahner im Zaum und trotzdem bei der Stange zu halten.

Auch das andere Extrem nimmt überhand: Kindische Lobhudelei, bevorzugt in Kleinkindersprache, Dutzende mehr oder weniger gelungene Bilder vom gleichen Motiv, Streit um des Kaisers Bart. Echte Modellbahnthemen, kurze Fragen und Antworten gibt es auch, aber man muss sie mit der Lupe suchen.

Kein Wunder, dass dem Atlas-Chef Tom Haedrich nach 15 Jahren Erfahrung mit seiner Forums-Klientel der Geduldsfaden gerissen ist. Sicher hat man bei Atlas nicht unüberlegt gehandelt, sondern eine Kosten-Nutzen-Analyse angelegt mit dem Resultat,  kein Geld mehr für die Selbstdarstellung der ewigen Nörgler auszugeben.

Weitere Modellbahnhersteller, die kostenlose Foren betreiben, werden sicher auch darüber nachdenken, wie sie in Zukunft verfahren.

Kostenpflichtige Foren sind dagegen kaum betroffen - die können sich professionelle, bezahlte Moderatoren leisten. Dort sind Modellbahner ernst genommene Kunden, nicht anonyme "User", die sich beleidigend abreagieren, als Kleinkinder gebärden oder ihre Modellbahnkollegen schlicht verarschen, weil es ja nichts kostet und weil man "anonym" auch nichts dabei riskiert.


1. März 2012

CHINA, CHINA UND KEIN ENDE:

ATHEARN LIEFERT NUR NOCH "GENESIS"-MODELLE"!

Jetzt ist es sozusagen amtlich: Athearn kann keine RTR-Modelle in H0 und N mehr liefern, weil diese Modelle aus der chinesischen Fabrik kamen, die im Januar zusperrte und 3000 Arbeitskräfte auf die Straße setzte. Was die Fabrik nicht bis Januar ausgeliefert hat, kommt (vorläufig) nicht mehr!

Laut Athearn soll nur die "RTR-Line" betroffen sein. "Genesis"-Modelle werden in einer anderen chinesischen Fabrik produziert und sind nicht betroffen, heißt es - zumindest vorläufig. Bei Athearn rechnet man nicht damit, dass die RTR-Produktion irgendwo anders vor 2013 wieder auf genommen werden kann. Spekulation bleibt, was dann von der inzwischen riesigen Menge der angekündigten Modelle noch gebaut wird, in welcher Reihenfolge und zu welchem Preis.

Das ist ein herber Schlag für alle Modellbahner, die sich seit Monaten mit Verspätungen abgefunden haben in der Hoffnung, dass sich der Lieferstatus wieder normalisiert.

Es ist aber auch ein herber Schlag für Athearn und die Athearn-Händler weltweit. Die ganze Branche ist finanziell nicht so gut aufgestellt, dass sie die enormen Vorkosten spurlos verkraftet, bis endlich wieder durch den Verkauf neuer RTR-Modelle Geld fließt.

"Verspätung" und "China"  sind die häufigsten Worte in den Chefetagen der Modellbahn-Lieferanten. Bei den Lieferanten greift die Sorge um sich, dass die chinesischen Verspätungen allmählich unbezahlbar werden. Bei vielen sieht es so aus: Der "Cash Flow", die flüssigen Mittel, hängen von der pünktlichen Lieferung aus den Modellbahn-Fabriken ab. Wenn Modelle ein Jahr zu spät geliefert werden, kommt das ganze "Modellbahngeschäft" aus dem Tritt, der "Cash Flow" wird unterbrochen. Nicht alle können das so einfach wegstecken. Das "China-Syndrom" löst eine Kettenreaktion aus.

Wie ist es zu dieser Entwicklung gekommen?

Jason Shron von RAPIDO TRAINS CANADA, ein profunder Kenner der Szene und einer der wenigen "mitteilsamen" Experten,  bringt es auf den Punkt:

"Vor ein paar Jahren hat die chinesische KADER-HOLDING (u. a. Bachmann) den Hersteller SANDA KAN aufgekauft. Sanda Kan war der größte Modellbahnhersteller der Welt und hat in der Provinz Guangdong Modelleisenbahnen für die meisten Firmen in Nordamerika und Europa hergestellt.

Nachdem die Kader-Holding Sando Kan geschluckt hatte, nahm man eine "Bereinigung" vor und beschloss, ungefähr 50 Modellbahnfirmen in aller Welt nicht mehr zu beliefern.

Es entstand Panik, denn  50 Firmen, darunter auch ganz große und bekannte Namen und Marken, suchten in China verzweifelt nach neuen Herstellern für ihre Modellbahnartikel. Die Panik der ausgebooteten Firmen führte dazu, dass die in China und anderswo noch vorhandenen Fabriken, die Modellbahnen herstellen können, mit Aufträgen der verzweifelten Hersteller aus Europa und Nordamerika geradezu überrannt wurden. Es galt, nicht nur die Verspätung bereits angekündigter Modelle wieder aufzuholen, sondern auch neue zu entwickeln, damit die Auftraggeber auch auf längere Sicht eine Überlebenschance haben.

Riesige Nachfrage nach Produktion und sehr begrenzte Produktionsmöglichkeiten führten dazu, dass die Preise in die Höhe schossen. Davon hatte sich die Modellbahn-Industrie noch nicht erholt, als das "Januar-Desaster" in China eintrat

Hintergrund der Schließung der Firma mit 3000 Arbeitsplätzen, die zu den größte der Branche zählte: Nicht einmal Preiserhöhungen von bis zu 25% für Modellbahn-Artikel konnten Schritt halten mit der Kostenexplosion in China für Rohstoffe, Energie und Arbeitskraft. Für die Chinesen ist es immer schwerer und schließlich unmöglich geworden, zu den Preisvorgaben ihrer nordamerikanischen und europäischen Auftrtaggeber zu produzieren.

Das Dilemma ist, dass der weitaus größte Teil der Modellbahn-Industrie von der chinesischen Produktion abhängig ist.

Nur in Südchina findet man Fabriken und die Arbeitskräfte mit den speziellen Fertigkeiten, die für die Herstellung von Modellbahnen gebraucht werden. Eine viel diskutierte "Rückverlagerung" nach Amerika oder Europa funktioniert nicht, weil sie wesentlich mehr kosten würde, als der Markt hergibt, und weil es in den USA und in Europa keine Fabriken mehr mit den speziellen Modellbahn-Facharbeitern gibt"

So weit Jason Shron.

Bleibt noch zu sagen, dass Modellbahner und Modellbahnindustrie sich darauf einstellen müssen, dass die Zeiten nicht besser werden: Verspätung und Preiserhöhung werden zum Modellbahn-Alltag gehören. Viele in der Branche kämpfen bereits jetzt ums nackte Überleben.


20. Februar 2012

MODELLE - DURCH DIE LINSE BETRACHTET

"Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte". Diese Weisheit ist zwar nicht ganz taufrisch, aber sie gilt gerade auf dem Modellbahnsektor.

Die internationale Automobil-Industrie hütet sich wohlweislich, derart schlechte Fotos ihrer Produkte in Kataloge aufnehmen oder ins Netz zu stellen, wie sie die Modellbahn-Industrie regelmäßig ihrer Kundschaft zumutet. Oft versprechen die Bilder in den Autoprospekten sogar mehr, als die schnöde Auto-Wirklichkeit zu bieten hat. Der Innenraum ist ja gar nicht sooo geräumig,  wie das Hochglanzfoto vorgibt, und die Frontansicht wirkt mit dem bloßen Auge eher hausbacken, nicht so kraftstrotzend und "stylish",  wie es die Foto-Perspektive erscheinen lässt.

Bei der Modellbahn-Industrie ist es gerade umgekehrt: Sie liefert zu den Supermodellen nur  triste Bilder, die eher vom Kauf abschrecken.

Schauen Sie sich einmal im Internet an, was zum Beispiel einem so großen Hersteller wie ATLAS an Bildern einfällt zu seinen Lokomotiven und Wagen der "Oberklasse"!

Nicht viel besser sieht es bei den anderen Modellbahn-Herstellern aus. Wenn man die vom Hersteller bereit gestellten Fotos anschaut,  traut man ihnen die Super-Modelle  nicht zu, für die sie werben.

Wenigstens hat der Modellbahn-Kunde den Vorteil, dass er von der Modell-Wirklichkeit fast immer angenehm überrascht wird, weil die Modelle tatsächlich viel besser aussehen als auf den lieblos geknipsten Bildchen.

Woran liegt das? Leistet sich die Modellbahn-Industrie keine guten Fotografien, weil sie ihre Produkte für so begehrt hält, dass man keine Werbung braucht?

Richtig gute Modellfotos kann man suchen wie die Nadel im Heuhaufen. Am ehesten wird man in den guten Modellbahn-Zeitschriften fündig. Da sorgt offenbar der Konkurrenzdruck für optimale Qualität. Den Druck der Konkurrenz sollte man eigentlich auch bei den Modellbahn-Herstellern vermuten. Aber die Modellbahn-Industrie ist in Sachen Produkt-Fotografie leider das anerkannte Schlusslicht, egal, welche anderen Industriezweige man zum Vergleich nimmt.

Weil dem so ist und weil auch keine Änderung in Sicht in Aussicht steht, verwirklicht der SAMMLER-SERVICE seine eigene "Bildgestaltung", wo immer es möglich ist. Unglücklicherweise können wir nicht jedes angebotene Modell "nach-fotografieren", weil uns das vom Hersteller gelieferte Bild nicht gefällt.

Aber wenn es Zeit und Umstände erlauben, genehmigen wir uns das Vergnügen, unseren Kunden "schöne" Bilder zeigen, die auch dem Charakter der Modelle gerecht werden. Und ganz haben wir die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass uns irgend wann auch die Hersteller bessere Illustrationen liefern.


29. Dezember 2011

BETRIFFT:

Wir überarbeiten unser ATHEARN-Angebot und machen es übersichtlicher. Die neue Präsentation der umfangreichen monatlichen ATHEARN-NEWS finden Sie jetzt hier. Bitte nehmen Sie sich etwas Zeit, machen Sie sich mit der neuen Übersicht vertraut und probieren Sie die Links aus. Nach dem Muster von Athearn 12-2011 werden in Zukunft alle folgenden Athearn-Monats-News aufbereitet.

Zu Gunsten größerer und besserer Bilder verzichten wir bei Athearn auf die "Klein-Darstellungen" und auf zusätzliche Informationen in der Warenkorbtabelle.  Zusätzliche Informationen direkt von Athearn finden Sie mit einem Klick auf Informations-pdf. Dieser Link führt Sie auf die jeweilige "Original-Neuheiten-Mitteilung" von Athearn.

Unsere bisherigen Athearn-Webseiten sind ab jetzt ungültig und werden nach und nach entfernt, sobald die jeweils angekündigten Neuheiten ausgeliefert sind.

Alle bei uns ab Lager lieferbaren Athearn-Artikel finden Sie im SCHNÄPPCHENMARKT H0, N und 0 und im AUTO-BASAR.

Bitte beachten Sie die "Deadlines" (Bestellschluss). Leider können wir in den allermeisten Fällen Modelle nicht mehr nachliefern, wenn sie nicht rechtzeitig bestellt wurden.


"WALTHERS FLYER"

Nach wie vor berechnen wir für den Versand der monatlichen Walthers Flyer nur € 1,45 pro Stück. Dafür erhalten Sie den Flyer sofort nach Erscheinen und können rechtzeitig auf die vielen Sonderangebote und Ankündigungen der Neuheiten reagieren. Wer also den aktuellen Flyer sofort nach Erscheinen will, muss uns für jeden gewünschten Monat eine Briefmarke zu € 1,45 für das tatsächliche Porto (Versand Deutschland) schicken. Bei Auslandsversand Porto auf Anfrage. Übrigens: Wir bekommen die begehrten Hefte nicht geschenkt, sondern müssen bei Walthers sowohl für die Flyer als auch für das Überseeporto von Milwaukee bis zu uns bezahlen!

 

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